Sagt dir Selbstmanagement mit Journaling etwas? Dann bist du sicher auch an den verschiedenen Methoden und Möglichkeiten interessiert, die ein Journal bietet. Ich habe mir mein eigenes Journal gebastelt, so dass es genau meinen Bedürfnissen entspricht. Was ich so alles damit anstelle und wie ich es für mein Selbstmanagement nutze, erzähle ich dir in dieser und in den nächsten beiden Podcastfolgen. Ich erkläre dir genau, wie du mein 90-Tage-Journal zu deinem Journal machen kannst und was es dir für deine Zufriedenheit bringt. Und so nebenbei gebe ich dir noch ein paar Buchempfehlungen.

Shownotes:

90-Tage-Journal
Das be-committed-Dutzend

Buchtipps:
Ziele.de
John Strelecky: Das Café am Rande der Welt
Hal Elrod: Miracle Morning

PDF aus dem Buch zum Download 

Meine Facebook-Seite

Lass uns was zusammen machen. Du kannst einfach mitmachen oder mithelfen. Beides wäre großartig!

Just Markus Mailupdate

Transkript

Hi Leute, Episode 36, und es geht wieder um Antworten. Und diese Folge ist für mich wieder etwas ganz Besonderes, weil es im Grunde eine Dreifachfolge ist. Es geht um Antworten auf die Frage: Wie zum Teufel soll das mit dem Journal funktionieren?

Du wirst es wissen – oder es herausfinden: Ich habe für mich ein eierlegendes Journaling-Kompass-Leuchtturm-Terminplanungs-Buch-Ding gebaut. Und das möchte ich auch dir zur Verfügung stellen, wenn du das nutzen möchtest, um ein Quartal bzw. 90 Tage für dich zu planen. In diesen drei Episoden möchte ich dir erklären, wie du dieses Journal nutzen kannst – für dich, ganz individuell, denn es soll zu deinem Journal werden. Ich habe es zu meinem Journal gemacht, ich habe das Ding gebaut, denn meine Anforderung, wie ich mir eine Tages-, Wochen-, Monats-, Lebensplanung vorstelle, da gab es nichts. Und deshalb habe ich mir gedacht, ich bastle mir das selber. Ich bin damit super zufrieden und möchte dir das zur Verfügung stellen, weil ich von Leuten, von Freunden hörte: Hey, mach das doch für alle zugänglich, aber erkläre auch, wie du das machst.

Zu diesem Zweck habe ich die drei folgenden Episoden aufgenommen, die dir das Ding in 3 Schritten näherbringen sollen. Was werden wir in den 3 Episoden hören? Wie habe ich das aufgeteilt?

Ich habe mich dazu entschlossen, im ersten Schritt die langfristigen Dinge, das Gesamtbild – das wird dir jetzt im Stichwort noch nichts sagen, aber ich bin sicher, dass ich das in den Episoden auflösen kann, damit es für dich ein gutes, farbliches Gesamtbild gibt und du dann entscheiden kannst, es ist was für dich oder vielleicht auch nicht. Das ist ja auch in Ordnung.

Die erste Episode beschäftigt sich also mit den langfristigen Dingen, mit den Visionsdingen, mit dem großen Ganzen – so möchte ich es nennen. Das ist das Gesamtbild bis zum Monatsplan hin.

Dann gibt es in der zweiten Episode die Thematik des eher kurzfristigen Horizonts: Wie plane ich mit dem 90-Tage-Journal eine Woche und jeden Tag und was sind das für komische Felder auf dem Tagesplan.

Und zu guter Letzt geht es in der 3. Episode um die Reflexion, die aus meiner Sicht im Grunde die Qualität des Ganzen entscheidend mitbestimmt, die aber immer hinten runterfällt, weil das zu anstrengend ist, weil das zu schmerzhaft sein könnte, oder weil einfach keine Zeit dafür ist. Der Grund spielt keine Rolle. Wichtig ist für mich nur, dass ich die Reflexion mache, weil es für mich ein Korrektiv ist, das mich auf meinem Weg begleitet und das mir sehr, sehr hilft.

Muss ich mir das alles merken?

Alles was ich dir jetzt berichte und erzähle, da höre ich dann manchmal die Frage – oder ich habe sie vor meinem geistigen Auge. Man soll keine Fragen beantworten, die nicht gestellt worden sind, aber die eine Frage ist mir häufiger gestellt worden: Muss ich mir das jetzt alles merken?

Hm. Nein. Und ja. Nein, denn du findest das natürlich alles im Blog bzw. unter dem Buch auf der Seite be-committed.de. Für die, die das noch nie gehört haben – wobei es dafür eigentlich keinen Grund gibt. Du findest da auch ein paar Bilder, die habe ich gemacht, wie es bei mir aussieht. Die habe ich aus relativ großer Entfernung gemacht, denn es geht nicht darum, meine Sachen abzuschreiben, denn wenn du mein Blog und mich ein bisschen aufmerksam kennengelernt hast und dich da ein bisschen umgeschaut hast, dann wirst du von mir immer wieder hören, dass ich auch überhaupt keinen Plan habe. Einer der wichtigsten Punkte – ich glaube, ich habe da auch schon eine Podcastfolge dazu gemacht – ist, dass wir alle einfach einmal einsehen müssen, dass wir alle von nichts irgendeinen Plan haben.

Das heißt, es geht hier nur darum, dir darzustellen, wie das bei mir funktioniert. Und wenn du da was von mitnehmen kannst und es funktioniert bei dir auch: supergeil! Wenn du sagst: vollkommener Schwachsinn! Totale Scheiße! Dann ist das auch in Ordnung. Das ist dann einfach so. Was ich sagen möchte: Nein, du findest natürlich das alles nochmal auf dem Blog und ja, weil es mir darum geht, was es das überhaupt soll. Wie kann ich das, was der dicke Typ da am Mikrofon von sich gibt für mich adaptieren, damit du besser klarkommst und glücklicher, zufriedener, beseelter, was auch immer die Vokabel ist, die du nutzen möchtest, leben kannst. Und wenn ich das erreicht habe, das mache ich mit meinem Podcast, das ist die Idee meines Podcasts, ich habe ein relativ großes Mitteilungsbedürfnis, weil ich glaube, ich habe es voll drauf und ich könnte dir helfen, deshalb quatsche ich die ganze Zeit so viel.

Und das ist der Sinn des Dutzends, das kannst du auch gerne in den Shownotes sehen, dass wir uns zu Zwölft zusammen gefunden haben. So ein dreckiges Dutzend des Selbstmanagements, des Nach-vornegehens irgendwie hinzukriegen und das ist halt auch Sinn des Journals, das es es dir leichter macht.

Das heißt, nur weil es im ersten Schritt mein Journal ist, möchte ich dennoch, dass du es für dich adaptieren kannst. Dementsprechend ist die Antwort: Nein, du findest natürlich alles, was ich dir jetzt erzähle auf dem Blog, sowohl als Transkript als auch mit dem ein oder anderen Bild angereichert. Es werden in der ersten Episode auch ein paar Bücher genannt, die findest du auch da, auch das musst du dir nicht aufschreiben. Aber ja, viel wichtiger ist mir, dass du die Idee des Ganzen für dich bewertest und dann sagst: Ja, hilft mir und dann hau rein und lass dir damit helfen. Dann finde ich das supercool und freue mich darüber. Oder du sagst: Nein, interessiert mich überhaupt nicht. Dann ist das auch in Ordnung, dann beschwer dich halt nicht. Kleiner Scherz. 🙂

Das große Ganze

Lass uns beginnen mit dem langfristigen Teil, der ersten Episode nämlich, dem großen Ganzen. Für mich ist es das Gesamtbild und wenn du dich dafür entscheidest, das Journal anwenden zu wollen, ist dies der schmerzlichste, anstrengendste, längste … das ist ein Teil, das kannst du nicht bei einem Kaffee machen und auch nicht bei zweien. Dafür musst du dir Zeit nehmen, denn du musst in dich reinhorchen.

Ich erspare dir jetzt das ganze Gelaber von den anderen, die das alles auch schon richtigerweise gesagt haben. Wenn du wirklich was ändern möchtest, musst du es erstens planen und zweitens tun. Planen dauert Zeit, Tun kostet Kraft. That’s it. Okay.

Für mich ist dieses Gesamtbild, das hält alles zusammen. Aus diesem Gesamtbild kann ich danach alles ableiten und es dient immer wieder als Instanz für mich, für die Überprüfung von Situationen, von Beziehungen jeglicher Art, von Dingen, die ich im geschäftlichen Bereicht tue, im privaten Bereich tue, das ist für mich im Grunde die Basis dessen, wie ich handele und wie ich einige Sachen bewerte.

Bevor ich konkret werde, worum es da genau geht, möchte ich dir kurz noch berichten, wie es dazu gekommen ist, bzw. was war die Inspiration für dieses Gesamtbild, das du im Journal auch als Allererstes auf den ersten beiden Seiten findest.

Die erste Inspriration war für mich Schmerz und Leiden. Das fußt auf meiner Situation so um das Jahr 2005 herum, in der ich für mich festgestellt hab: Irgendwas stimmt hier überhaupt nicht, Markus, du musst was ändern. Ich will dich damit nicht langweilen, das kannst du dir auf der nullten Episode anhören oder im Podcast lesen, das ist für dich auch vollkommen egal. Schmerz und Leiden sind immer einer der Punkte an denen Menschen mal über sich nachdenken oder was ändern. Oder halt auch nicht.

Dann war ein Buch die Inspiration und Bücher außerdem. Das hört sich komisch an, aber die Idee ist, ein Buch, über das ich auch in letzter Zeit – das ist mir eben beim Skripten der Episode eingefallen – gar nicht so oft gesprochen habe. Das ist Ziele.de. Das ist eigentlich auch kein Lehrbuch. Es geht um Ziele, es geht um eine große Vision, es geht darum, wie man sein Leben planen könnte und in den immer wieder genannten Büchern um das Thema Selbstmanagement herum, die ja mannigfaltig im Internet und überall zu finden sind, das ist ja auch total sinnvoll, geht das ein bisschen unter.

Für mich war das aber der erste Schritt, für mich mal was umzustellen, was ganz anders zu machen. Und dann im Laufe der Zeit werde ich dir noch andere Bücher vorstellen, aber das war das erste. Ziele.de

Menschen als Inspiration

Dann Menschen. Damals, 2005 und in der Zeit waren es Menschen, die ich nicht kannte, die ich gesehen habe und wo ich gedacht habe: Das sieht aber irgendwie leicht aus. Unbeschwert. Und unbeschwert und lahmarschig und faul sind völlig unterschiedliche Sachen. Ich habe Menschen wahrgenommen, die mit Vollgas was getan haben, weil die Sachen cool fanden, weil ihnen das Spaß gemacht hat, die irgendwie ausgeglichen wirkten, die habe ich gesehen und gedacht: Okay, das scheint mir ein cooler und sinnvoller Lebensentwurf zu sein. Das war natürlich eine Fassade.

Oder das ist bei vielen vielleicht eine Fassade. Das kann ich nicht sagen, da habe ich bei den allermeisten nie dahintergeblickt, denn ich habe ja gesagt, ich kannte die meisten nicht. Das spielt aber für mich im Denken und in der Inspiration auch keine Rolle. Für dich wahrscheinlich auch nicht.

Es wird erst dann zu einer Rolle, wenn man dahinterblickt, um sich selbst klarzumachen, dass es immer schlimmer geht. Das ist aber eine ganz andere Geschichte, darum geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass ich Menschen als Inspiration gesehen habe. So möchte ich auch sein. Und es geht mir nicht um Haben, sondern um Sein. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, ich denke, du verstehst, was ich meine.

Der Masterplan

Und was ich daraus abgeleitet habe: Die Inspiration – und das ist die große Inspiration des Jahrzehnts, über ein Jahrzehnt inzwischen – war ein Masterplan, den ich für mich entwickelt habe. Das war über ein Jahrzehnt lang mein Instrument. Ich benutze den immer noch. Er stammt aus dem Buch, das ich oben erwähnt habe, Ziele. Darin geht es quasi rückwärts vom Tod, von einem Endbild sein Leben rückwärts zu entwerfen. Das ist die Basisidee. Und auch hier möchte ich dich nicht langweilen mit einem 2,5 Stunden langen Referat was da passiert. Das ist die Kernidee.

Vom Tod, von einem letzten Gesamtbild, das Leben zurückentwickeln. Ich glaube als Klugscheißerwort in der Entwicklung nennt man das “Reverse Engineering.” Das war meine Basisinspiration.

Der nächste Schritt ist dann die Ableitung der wichtigsten Werte und Leitbilder für das Grundsätzliche. Also aus all diesen Überlegungen – und das hat bei mir gedauert, ich bin spazieren gegangen, war krank geschrieben, und so weiter – das dauert einfach, das setzt sich irgendwann und dann ist man, bähm! Bei mir war das so. Dann war es mir klar. Und das ist jetzt nicht dieses riesengroße BÄHM! Du kaufst dir eine Insel. Oder sowas. Bei mir setzt sich das durch, ich habe das in meinen Erlebnissen nie so idealtypisch gesehen wie ich sitze an einer Pyramide und dann erscheint irgendwas. Nein, bei mir hat sich das immer so langsam durchgesetzt und habe ich mich entschlossen, dann habe ich das gemacht, danach war es vielleicht gut oder vielleicht scheiße und dann habe ich es adaptiert. Das ist mein Weg.

Das Gesamtbild

Und ich kann ihn nicht anders beschreiben, denn so war es bei mir. Und dieses große Bild – und das sind die ersten beiden Seiten des Journals – da spreche ich darüber, wie könnte mein Gesamtbild aussehen.

Ich werde jetzt mal zwei, drei Sätze aus meinem Gesamtbild, was die ersten beiden Seiten jedes Journals – alle 90 Tage überprüfe ich das. Stichwort Reflexion. Und dann schreibe ich es wieder neu auf. Hin und wieder ändert sich ein ganzer Satz. Es auch schon Quartale gegeben, wo ich aus dem ein oder anderen Grund nicht nur ein Satz oder ein Wort, sondern tatsächlich ein Punkt umgeschrieben werden musste für mich, weil er nicht mehr stimmig war. Und das ist das Schöne an

Was eins zu eins in meinem Gesamtbild steht, da, wo ich es nur auf mich beziehe und nicht auf Menschen, mit denen ich lebe, weil auch diese sind für mich ein unglaublich wichtiger Teil meines Lebens. Aber – und jetzt kommt hier das große, blinkende, rote ACHTUNG-Schild – das sind meine Sätze. Die kannst du gerne, wenn du möchtest genau so übernehmen, aber gefragt ist dein Gedanke. Gefragt ist dein Herz. Deine Seele, was auch immer. Mit Räucherstäbchen oder gerne auch im PC als MacBook cool unterm Arm im Starbucks. Wichtig ist: Es sind deine Sachen, die gefragt sind.

Also. Wie gesagt. Mein Gesamtbild, das auf den ersten beiden Seiten steht, fängt damit an – ich zitiere: Ich bin 85 Jahre alt und die Leute sagen, für dieses Alter sieht Markus aber verdammt gut und fit aus. Und so fühle ich mich auch. …

Dann geht es weiter: Meine Hilfsorganisation hat vielen Menschen geholfen und die Kettenreaktion ausgelöst, die ich mir wünschte. …

Das Ganze geht bei mir über drei Seiten, weil ich da alles reingeschrieben habe, was für mich wichtig ist. Und daraus – und daraus ist der nächste Schritt: ableiten – aus dem Gesamtbild leite ich meine Leitsätze ab. Für mich sind Leitsätze deshalb so wichtig, weil sie als Regulativ und als Instanz dienen können, wenn ich eine Entscheidung zu treffen habe. Entscheidung ist wieder eine ganz andere Sache, oft ein Problem für viele Menschen. Für mich glücklicherweise im Normalfall nicht, auch, weil ich meine Leitsätze habe.

Leitsätze, -werte und -fragen

Und hier blinkt das ACHTUNG-Zeichen übrigens immer noch die ganze Zeit, denk dran, es sind meine Sachen. Ich gebe dir hier auch wieder zwei Beispiele, die bei meinen Leitsätzen stehen. Das findest du auf der nächsten Seite des Journals. Die Leitsätze und die Werte. Das ist für mich das Gleiche. Ich werde dir hier ein bisschen was sagen, meine Leitsätze: Solange ich die Rechte von niemandem verletze, kann ich tun, was ich möchte. Da sind direkt ein paar “Wenns” drin. Ich habe bewusst dieses Beispiel rausgesucht. Was steht bei mir in meinen Leitsätzen? Weil ich, wenn ich irgendwas plane, dann kann ich das mit diesem Leitsatz abgleichen.

Ein nächster Leitsatz, den ich habe, und ein Wert: Ich arbeite daran, meine Vorurteile abzubauen. Das ist für mich ein wichtiger Punkt, weil ich aus meiner Erziehung heraus und aus meinen Erlebnissen oft in Schubladen gedacht habe und das immer noch tue. Ich kann mich davon nicht freisprechen, es ist deshalb auch eine Leitfrage von mir. Ich arbeite daran, meine Vorurteile abzubauen und die Leitfrage, die sich daraus entwickelt, dazu komme ich gleich im nächsten Beispiel.

Das ist das, was die nächsten beiden Seiten des Journals bestimmen und die du dir für dich da hinschreiben kannst und sollst.

Und wie gesagt, wenn du jetzt denkst: Boah, das kann ich mir jetzt aber nicht aus dem Ärmel schütteln … Ja. Sehr gute Antwort. Das kannst du auch nicht. Kann keiner. Denn derjenige, der das kann, hat das entweder schon gemacht – super! Oder er belügt bzw. er beschäftigt sich einfach nicht mit sich, sondern mit anderen. Und klar, das kann man machen. Dann ist es halt scheiße!

Diese beiden Punkte aus den Leitsätzen und den Leitwerten, leite ich meine Leitfragen ab. Du hörst mich jetzt blättern, weil ich dazu die nächste Seite nehme. Und das sind Leitfragen, die ich mir jedes Quartal stelle und immer wieder, auch wenn ich – ich weiß nicht, ob du das kennst – das Gefühl habe, irgendwas ist komisch, irgendwas machst du nicht vollkommen richtig, Markus, irgendwas stimmt da nicht.

Und dann frage ich mich zum Beispiel, wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe. Dann frage ich mich – das ist jetzt wieder ein ein zu eins Beispiel, das so bei mir steht –, ist dieses gesetzte Ziel wirklich das Ziel? Ist das gesetzte Ziel wirklich das Ziel oder habe ich in diesem Ziel nur eine Sehnsucht, ein Bedürfnis oder einen Wunsch so umformuliert und versteckt, dass er mir lieb genug erscheint, um nach Außen als Platzhalter zu dienen. Ich wiederhole noch einmal: Ist ein gesetztes Ziel wirklich das Ziel oder habe ich in diesem Ziel nur eine Sehnsucht oder ein Bedürfnis oder einen Wunsch so umformuliert und versteckt, dass er mir lieb genug erscheint, um nach Außen als Platzhalter zu dienen.

Ich hoffe, du kannst mir ein bisschen folgen. Habe ich zum Beispiel mit diesem Ziel einen Umweg eingebaut. Beispiel: Ich möchte Speaker sein. Ich möchte vor Menschen sprechen und die motivieren. Das ist das Ziel. Ich möchte vor 1000 Leuten sprechen.

Hätte ich diese Leitfragen nicht, könnte es sein, dass ich das Ziel formuliert hätte: Ich möchte eine Strategie finden, um einen Vortrag sinnvoll zu skripten. Was natürlich Blödsinn ist. Das ist einfach Mittel zum Zweck. Ich hoffe, du kannst ein bisschen verstehen, in welche Richtung ich da denke und in welche Richtung diese Leitfragen zielen und warum die aus meiner Sicht unablässig sind.

Und an dieser Stelle noch einmal ein kleiner Hinweis darauf was jetzt kommt. Jetzt kommen nämlich Sachen, die aus Büchern sind, die sich aus dem Masterplan ergeben haben. Es sind Sachen, die musst du nicht machen, die kannst du auch wirklich blöd finden. Dann lass sie einfach weg. Für mich sind sie halt wichtig und deswegen möchte ich sie mit dir teilen.

Die nächsten beiden Punkte nach den Leitfragen – wobei es gibt hier globale Leitfragen wie beispielsweise das mit dem Ziel, das kann ich immer nehmen und des gibt auch Leitfragen für das Quartal. Und jetzt hörst du mich wieder rascheln. Also das Papier raschelt.

Eine Leitfrage, die ich mir jedes Quartal in der Reflexion – auch das hatten wir eben schon – einmal stelle: War ich in diesem Quartal nützlich. Für mich, für meine Mitmenschen, meine Partnerin, meine Kinder. Das ist eine Frage, die man sich mal stellen kann, denn – und jetzt kommen wir wieder in die Glücksforschung und all die anderen großen Themengebiete drumrum. Menschen wollen nützlich sein. Sie wollen einen Sinn haben. Und ich muss mich im nächsten Schritt dann fragen – auch das gehört dazu: Habe ich im Grunde Probleme von anderen zu meinem Problem gemacht, obwohl ich sie gar nicht haben darf, diese Probleme.

Der Zweck der Existenz

Lassen wir es dabei. Dies sind die Leitfragen, die ich mir stelle und die in der Reflexion für mich wichtig sind. Kommen wir zu den nächsten beiden Seiten im Journal: Mein ZDE.

ZDE heißt nicht – jetzt fällt mir nichts Lustiges ein. ZDE heißt Zweck der Existenz und das hört sich jetzt so hochtrabend und total geheimnisvoll an. Das ist es aber überhaupt nicht. Es kommt aus Büchern von John Strelecky. Es beginnt mit dem Café am Rande der Welt. Auch das findest du alles in den Shownotes, die kannst du dir alle durchlesen, die sind sehr, sehr, sehr gut. Gerne noch dreimal sehr, sehr, sehr. Sie haben mir richtig geholfen. Dann gibt es – also ich mag Strelecky sehr, aber es gibt noch ein paar andere Autoren, die in der Reihe stehen. Und der hat den ZDE, den Zweck der Existenz als Basis und The Big Five for Life, auch das kommt von ihm: Fünf Dinge, die du in deinem Leben tun möchtest. Auch hier sind wir wieder bei Reverse Engineering. Dinge, die du machen möchtest. Hier möchte ich dich gar nicht langweilen mit ewig langen, theoretischen Abhandlungen, was das für mich bedeutet, warum das für mich wichtig ist, warum ich das cool finde, warum du das cool finden solltest … Wenn du es kennst, nutze es direkt. Wenn du es nicht kennst, lass es einfach aus. Es ist für die Nutzung des Journals nicht unbedingt notwendig. Es erhöht den Wert aus meiner Sicht ein bisschen, deshalb ist es für mich – und jetzt wiederhole ich mich wieder, blablablabla, für mich das Buch mit drin.

Das Gleiche gilt für die rechte Seite, da steht nämlich:

Meine Affirmationen.

90-Tage-Journal Affirmationen

Das hat nichts mit Affen zu tun. Es ist ein Angebot, auch hier deine Affirmationen mit reinzunehmen. Für mich kommt es aus Hal Elrods Miracle Morning, ein Buch, das mich inspiriert hat – ich habe eben von Inspiration gesprochen – auch das findest du in den Shownotes, auch das kannst du kaufen, auch das kannst du lassen.

Affirmationen sind im Grunde nichts anderes als Selbstsuggestion. Eine Selbstsuggestion, die ich mir jeden Tag sage und ja, du kannst dir vorstellen, wie der Markus unter der Dusche steht, die Fäuste ballt … Nein, das tut er nicht, denn er will sich ja die Haare waschen, das geht mit geballten Fäusten nicht … Ich habe die Kraft, das Wissen und die Energie, jede Herausforderung in meinem Leben zu meistern.

Das steht da. Als eine Affirmation. Und noch vier andere, die dich nichts angehen. Zumindest im Moment nicht. Du kannst ja ins Dutzend kommen, dann würde ich dir die anderen auch noch verraten. Das ist aber eine ganz andere Baustelle und für den Moment nicht so wichtig.

Was ich damit sagen möchte: Das sind die nächsten beiden Seiten meines Journals ­ deines Journals, so hoffe ich, bald.

Dann haben wir das große Thema: Globale Überlegungen, Leitbild, Visionen, wo will ich hin, auch schon abgehandelt. Das kann man in noch 17 Stunden ausführen, ich möchte das aber nicht, denn es geht um das Journal.

Wenn du mehr erfahren möchtest, wie ich auf diese Dinge komme, dann schreib mich an, geh auf Facebook, schreib mir eine persönliche Nachricht. Ich antworte ganz bestimmt. Kann ein bisschen dauern. Aber viel, viel geiler fände ich, wenn du für dich ein paar Dinge klarmachst und wir dann darüber sprechen könnten. Denn es gibt keinen Coach auf dieser Welt finden, der dir das vorkauen kann. Er kann dir Fragen stellen, das kann ich, das können viele andere, aber machen und rausfinden musst du das schon selber.

Das Quartalsbild

Gut. Wenn du jetzt umblätterst, wirst du im Journal das Quartalsbild finden. So und ab jetzt wird es einfacher und ab jetzt geht es auch schneller, denn im Grunde ist dieses Quartalsbild nur “eine Ableitung” des Gesamtbildes für das Quartal.

90-Tage-Journal Quartalsbild

Ich mache das so, dass ich mir ein “Bild” male, mit Malen ist es in meinem Fall … wenn du wüsstest, wie ich male, dann wäre dir klar, dass ich es aufschreibe. Das heißt, ich nutze Sätze und Worte, um mir dieses Bild zu vergegenwärtigen. Als Beispiel: Ich setze immer ein Datum. Und zwar das Datum der nächsten Reflexion. Ich mache es so, dass ich alle drei Monate einen Quartalsday habe, an dem ich mich mit nichts anderem beschäftige als mit mir. Das ist jetzt nichts Besonderes, das ist noch nicht einmal besonders innovativ. Das machen viele Menschen. Das machen erfolgreiche Menschen und ich versuche ja auch erfolgreich zu sein. Und ich möchte ja auch erfolgreich sein. Und ich habe auch ein Stück weit die Idee, dass ich …. Ich fühle mich gut. Lassen wir das so stehen.

Viel wichtiger ist für mich: Ich habe ein Datum, als Beispiel für dich 27. Februar. Und an diesem 27. Februar, das schreibe ich über das Quartalsbild drüber, tue ich so, als wäre ich drei Monate weiter. Das ist deswegen clever, weil es ja ein 90-Tage-Journal ist. Also in drei Monaten steht da zum Beispiel … Du hast vielleicht mitbekommen, dass ich …. Ich mache es … siehst du, ich drehe es wieder um, denn ich möchte direkter werden. Lass mich überlegen. Der 27. Mai ist das nächste Journal. Das heißt ich habe den Mai, den Juni, den Juli und den August. Sehr gut. Genau.

Im August habe ich meinen Staffelwettkampf. Triathlon. Du weißt, ich kann nur schwimmen, deswegen ist mein Part das Schwimmen. Der ist in Maastricht … Bla, bla, bla, nicht so wichtig. Aber da steht jetzt zum Beispiel 27. August 2017. Und in dieses Quartalsbild – das weiß ich jetzt schon – werde ich reinschreiben: Ich steige glücklich aus dem Wasser der Maas und habe meine Zielzeit von unter 1:15 Stunde erreicht und freue mich. So. Ich glaube, das war ein gutes Beispiel, was in meinen Quartalsbildern drinsteht und wie ich drauf komme.

Und es ist dennoch eine Ableitung aus dem Gesamtbild. Du erinnerst dich, ich habe dir eben was gesagt, dass bei mir drinsteht, dass ich fit und gesund alt werden möchte. Und zwar richtig alt. Und wenn du jetzt denkst: 85, das will er dann … Nein, da will ich nicht sterben, da geht es weiter. Aber 85 ist für mich ein echt cooles Alter. Und wenn ich da sowohl körperlich als geistig noch fit bin …

Und es wird dich nicht wundern, dass eine meiner Affirmationen auch mit meinem Körper und mit meiner Gesundheit zu tun hat. Und das ist die Macht des Unterbewusstseins. Und wenn du jetzt denkst: Boah, der springt aber ganz schön … Ja, das tue ich, das liegt daran… Ich bin so.

Dieses Quartalsbild ist auf der linken Seite des Journals und auf der rechten Seite findest du: Im nächsten Quartal werde ich … Und da findest du vier Felder für vier Ziele.

Und um beim Beispiel zu bleiben, könnte in Feld eins stehen: … werde ich meine Schwimmleistung pro Kilometer um 3 Minuten steigern, um mein Ziel zu erreichen. Das ist das Ziel!

Dann leite ich zwischen 1 und 4 Ziele aus diesem Quartalsbild ab, an die ich mich den ganzen Monat lang halten kann, nein, das ganze Quartal halten kann. Kleiner Versprecher … der Monat kommt später. Und es ist klar, da kommen jetzt auch keine 37 Schachtelsätze hin. Da kommt ein Satz hin: Ich werde bis zum 27. August – da ist das nächste Quartalsding – meine Schwimmleistung um 3 Minuten verbessern.

So. Da stehen dann 4 Ziele und jetzt wird es dich nicht besonders wundern, dass auf den nächsten beiden Seiten, nach den leeren Notizenseiten, das Monatsbild kommt. Um in meinem Beispiel zu bleiben, bedeutet das, dass ich in diesem Monat sehe, das ist dann der 27. Juni beispielsweise, da steht in meinem Bild: Ich steige aus dem Kaarster See. Da kann ich das Freiwasserschwimmen üben. … Und habe meine Kilometerzeit um eine Minute gesteigert. Ich habe ja drei Monate Zeit, ich fange dem ersten Monat an. Es ist nur ein Beispiel. Ob das dann so da steht, das weiß ich nicht. Da muss ich noch einmal genauer drüber nachdenken, ob das überhaupt Sinn ergibt oder ob ich nicht vielleicht trainieren sollte. Es gibt beim Schwimmen mehrere Möglichkeiten wie man es machen kann. Man kann mit Technik beginnen, mit Schnellkraft, das ist alles nicht so wirklich spannend im Moment, zumindest nicht für dich. Wahrscheinlich nicht, es sei denn, du machst auch irgendwas in der Richtung. Ich will damit nur sagen, dass ich so von oben top down alles aufschreibe.

Monatsbild und Monatsziele

Und dann wirst du rechts neben deinem Monatsbild auch wieder 4 Monatsziele sehen. Und da wirst du dich jetzt nicht sonderlich wundern, dass ich auch das mit Datum versehe und dass auch hier mal eins, mal vier … das kommt sehr stark auf den Monat an. Was ist passiert, was hast du als Ziel, ist es ein Business-Ziel, ist es ein privates Ziel…

Ja. Mach es zu deinem Journal. Das ist bei mir aber auch immer anders. Das kann ich jetzt nicht sagen. Wichtig ist aber auch noch – das ist auch eigentlich ein Exkurs zu einem ganz anderen Thema, nämlich wie deine Ziele formuliert werden. “Ich möchte nicht mehr so fett sein.” Das ist kein gutes Ziel. Das ist nämlich erstens ein Nein-Ziel. Man formuliert Ziele nicht mit Nein. Es ist nicht motivierend, weil es kein Bild hervorruft. Wenn dich das interessiert, dann mache ich vielleicht mal eine Episode dazu. Das ist vielleicht eine gute Idee. Aber insgesamt glaube ich hier, dass es nur wichtig ist, den Hinweis zu bringen, dass Ziele durchaus ein gewisses Format haben. Also Format im Sinne von nicht Großartigkeit sondern von der Form.

Und wenn du jetzt das Monatsbild umblätterst, dann siehst du: Meine nächste Woche.

Und wenn du dich erinnerst wie ich begonnen habe, da habe ich dir gesagt, dass die erste Episode die schwierigste, die längste und wahrscheinlich auch die wichtigste ist. Episode im Sinne von was du mit dem Journal tun kannst. Du hast hier mit Abstand die wenigsten Seiten, aber den größten Effekt.

Hier schließen wir jetzt auch. Wenn du das hast, dann fette, fette Gratulation. Dann bist du, glaube ich, einen gewaltigen Schritt weiter und nicht nur für dich persönlich, sondern ich behaupte, dass du dann zu den 1% der Menscheit gehörst, die ihre Ziele notiert haben und damit zumindest laut Statistik etwa 90% mehr Erfolg haben als alle anderen.

Selbstmanagement durch Journaling – DEIN Journal

Das am Rande und am Ende. Und mit diesem Ende möchte ich dich einladen, dir das Ding mal anzugucken. Geh jetzt einfach auf be-committed.de und dann findest du sicherlich über die Startseite das Buch und da findest du auch diese Episode oder du findest sie über itunes oder du findest sie sonst irgendwie. Hier möchte ich dich einladen, bevor du die Episoden 2 und 3 hörst oder liest, mal ein bisschen drüber nachzudenken, ob das für dich interessant sein könnte.

Ich gebe dir diese Seiten, die ich dir jetzt geschildert habe, die gebe ich dir als pdf mit. Kostenlos. Kannst du dir runterladen und mal ausdrucken. Weil das einfach so elementar ist. Und alleine wenn du das machst, dann brauchst du die ganzen anderen Einzelseiten danach – die helfen dir weiterhin, mir helfen sie tierisch, deswegen habe ich das ja auch gebaut. Aber das ist im Grunde sehr effektiv und sehr wichtig. Deswegen schenke ich dir das gerne und gebe dir das gerne mit. Kannst du dir downloaden.

Sag mir einfach, wie es dir damit ergangen ist, wie du damit klargekommen bist. Das war der Markus, ich wünsche dir bis zur nächsten Episode … egal, wann du sie hörst, höre sie mit dem Mindset, hier schon gehört zu haben, worum es eigentlich geht.

Ich wünsche dir alles Gute, einen coolen Tag, ich wünsche dir, dass du immer die Wahl so triffst, dass du committed sein kannst und es geht eigentlich am Ende darum: Mach DEIN Ding. Nur für den Fall, dass wir nur ein Leben haben.

 

 

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