Wie du deine Glaubenssätze loswerden kannst? Das ist auch eine Frage deiner Komfortzone. Und der Brille, die du vielleicht aufhast. Könnte ja sein, das mit der Brille was nicht stimmt? Wenn du jetzt neugierig geworden bist, was die Komfortzone mit der Brille der Anderen zu tun hat, dann hör einfach rein in diese Podcast-Episode.

 

Shownotes

Das be-committed-Dutzend
Lass uns was zusammen machen. Du kannst einfach mitmachen oder mithelfen. Beides wäre großartig!
Just Markus Mailupdate

Transkript

Die Brille der anderen. Episode 39. Herzlich willkommen dazu und cool, dass du zuhörst und cool, dass du da bist. Nach den letzten drei Episoden, in denen es um die Erklärung meines 90-Tage-Journals geht – vielen Dank an die Leute, die es nicht nur interessiert sondern auch gekauft haben und mir Feedback geben; sehr, sehr coole Sache – freue ich mich sehr darauf, dass es demnächst die 5. Auflage geben wird. Ich arbeite gerade dran. Zwei, drei Verbesserungen sind schon durch und dann geht es zu Amazon und dann kommt die ganz große Kohle. Wobei da für mich nicht so wichtig ist, das habe ich ja schon erzählt. MEIN Ding, MEIN Journal und so.

Was ich sagen möchte … Diese Episode gibt es, weil ich die Frage gestellt bekommen habe: Komfortzone? Was soll das bedeuten? Gib mal ein paar mehr Beispiele, was das für dich bedeutet.

Ich will raus aus der Komfortzone!

Im Journal ist halt so ein kleiner Teil, wo ich jeden Tag meine Komfortzone erweitern möchte. Denn die Komfortzone ist meiner Meinung nach das, was mich in meiner Historie und aus meiner Historie heraus immer echt richtig behindert. Und da will ich raus. Da wollte ich raus. Und ich merke richtig, wie cool ich das finde und wie ich mich freue, immer wenn ich das schaffe. Und auch ein Stück wachse. Wachsen, wachsen, wachsen. Hört sich dreimal hintereinander komisch an. Aber egal. 🙂

Für mich ist es zum Beispiel – ich habe ja gesagt, als Beispiel, und ich möchte in die Richtung gehgen – ich möchte Vorurteile überprüfen. Meine Vorurteile, die ich anderen Dingen, vor allen Dingen aber Menschen gegenüber habe. Vorgefertigte Meinungen. Das meint ja Vorurteile. Also es geht bei mir darum “eigenes Wissen” zu überprüfen. Meine insgesamte Idee zu Wissen kennst du ja, ich habe es ja schon ein paarmal gesagt. Ich persönlich – wenn du die alten Episoden noch nicht gehört hast – glaube ja, dass wir alle genau gar nix wissen und dass das befreit und auch gut ist und okay ist. Dass man so Vorstellungen haben kann von dem, was man glaubt zu wissen.

Glaubenssätze loswerden

Aber Ergebnisse zu beleuchten, darum geht es. Ich weiß nicht, ob du den Spruch kennst, der für mich eine lange Zeit gegolten hat und der im Grunde nur Ergebnis aus dem war, was ich so getan habe. Wenn du immer das Gleiche tust, wie kommst du auf die Idee, dass du dann andere – bessere – Ergebnisse erzielen könntest als die, die du immer schon erzielt hast. Das hat für mich mit Komfortzone zu tun.

Lass mich das, was ich eigentlich so damit meine, vielleicht an einem Beispiel und der Brille – deswegen heißt die Episode so – erklären. Nehmen wir Folgendes an: Es gibt eine Frau, nennen wir sie Happy. Sie benötigt eine Brille. Sagen wir, diese Brille hat 0,75 Dioptrin. Also nicht so viel. Sagen wir außerdem, es gibt noch einen Mann. Nennen wir ihn Felix. Sagen wir, er lebt bis jetzt glücklich mit Happy zusammen. Und die beiden entscheiden sich bei einem Bier, ein Experiment zu wagen.

Ein ungewöhnliches Experiment

Das Experiment ist ganz einfach. Happy gibt Felix die Brille und fragt: “Na, wie isset?”
Felix sagt: “Hm, ich kann nicht so richtig gut sehen… Hihihi.” Also es ist lustig, okay?
“Hm. Komisch”, sagt Happy. “Für mich ist die Brille perfekt. Da muss was bei dir nicht stimmen.”

Das ist ja kein Problem, für sowas gibt es ja Lösungen, damit man das Problem erkennt. Man könnte zum Beispiel bitten. “Duuuu, ich würde mich echt freuen, wenn du das noch einmal versuchen würdest, das wäre für mich persönlich schon wichtig.” Felix setzt daraufhin die Brille auf und läuft ein bisschen damit umher. Happy lächelt, dann sie findet das natürlich gut, sie hat ja darum gebeten. Es ist ja auch ihr Traummann. Happy lächelt, Felix nimmt die Brille ab, reibt sich ein bisschen die Augen. Aber es geht schon. Sagt aber auf die Frage, ob es jetzt richtig funzt: “Nee, nicht so richtig gut.”

Alles eine Frage der Motivation?

Aber man müsste einfach nur, glaubt Happy, die Motivation … Sie glaubt, dass Felix die Motivation noch nicht so richtig gepackt hat. Wenn er sich nur anstrengt. “Du, Felix, wenn du dich anstrengst, koche ich dir heute Abend ein tolles Essen”, sagt Happy.

Felix hat auch ein bisschen, ach so richtig Kohldampf und Happy kocht ein verdammt leckeres Gulasch. Also trägt Felix die Brille für den restlichen Nachmittag bis zum Abend. Das hat funktioniert. Er konnte nicht richtig sehen, aber Essen war sehr lecker. Felix schläft jetzt die Nacht nicht so gut, weil er wahrscheinlich zu viel gegessen hat.

Und als sie einschlafen sagt er ihr noch ganz ehrlich: Sehen kann er immer noch nicht so ganz gut mit der Brille. Happy fällt dann in der Nacht – sie wacht kurz auf und ihr fällt dann ein, dass Felix doch auf richtig schicke Sachen steht. Auf Gold und Stahl und solche Sachen. Gesagt, getan. Aufgestanden und die Brille umgebaut. Goldgestell mit Stahl geschmolzen, das Ding ist super stylisch geworden, so richtig gut und sie glaubt, dass das jetzt funktionieren muss. Das muss einfach funktionieren, so wird das funzen.

Felix findet am Morgen die so aufgepimpte Brille auf seinem Nachtschränkchen und findet die so richtig, richtig schick. So megacool und so wird er zur Arbeit gehen. Also er wird nicht nur… Styling ist alles. Mit der Brille bekommt er auf der Arbeit auch richtig viele Komplimente. Er schlendert häufiger mal am Spiegel vorbei, denn das sieht schon richtig gut aus. Er, mit der richtig coolen Brille. Eigentlich schade, überlegt er, dass er am Abend die Brille wieder abnehmen muss. Und so langsam gewöhnen sich die Augen ja auch dran. So richtig gut sehen, kann er zwar immer noch nicht, aber naja… Doof sind nur ein bisschen diese Kopfschmerzen am Abend.

Sie fragt ihn: “Und, wie ist jetzt die Brille?” “Naja, ich gewöhne mich, aber gut noch nicht.”

Okay, das hatte sie sich anders vorgestellt. Und als Happy Felix am nächsten Morgen fragt, ob die Brille jetzt funktioniert, sagt er: “Nee, immer noch ein bisschen Kopfschmerzen.” Er verneint halt so ehrlich, das macht Happy jetzt nicht gerade happy. Wo sie sich doch so fette Mühe gegeben hat. Sie ist sogar ein bisschen traurig. Vielleicht könnte man sogar sagen, sie sei wütend. Fuchsteufelswild sogar. Er könnte sich ruhig ein bisschen mehr anstrengen! Das sollte man ihm mal sagen. “Also, Felix, pass mal auf. Solltest du mich wirklich lieben, wärst du nicht auf Geld oder Ansehen aus oder sowas, dann würdest du dich viel mehr anstrengen. Ich koche, ich wasche, ich tue alles für dich. Da wirst du ja wohl mal diese scheiß Brille … und das Sehen, das kriegst du ja wohl hin, oder? Was für ein undankbarer Arsch! Du ziehst jetzt die scheiß Brille auf und dann funktioniert das.”

Und die Moral …

Lass uns die Geschichte an der Stelle ein bisschen verlassen. Und jetzt möchte ich – lass uns überlegen, was ist jetzt hier die Moral von der Geschichte. Eine Ahnung? Eine Idee? Es gibt so viele Ansatzpunkte, zumindest für mich.

Wärst du bei mir im BC-Dutzend, würde ich dir jetzt sagen: “Keine Ahnung, ich habe auch keine Ahnung.” Das ist ja genau das, was ich mir wichtig ist. Ich möchte, dass die Leute selber nachdenken. Ich möchte, dass du selber nachdenkst und DEIN Ding machen kannst daraus, aus der Geschichte.

Aber natürlich hat die Geschichte auch für mich – und es ging ja um deine Frage bzw. um die Frage von einigen, was das mit der Komfortzone bei mir so auf sich hat – natürlich hat diese Geschichte auch für mich richtig viele Aspekte.

Aber erinnerst du dich an den Anfang? Es ging um die Komfortzone. Und die Komfortzone verlassen. Und die Schublade verlassen und das Bildchen im Journal von dieser Schublade. Wenn du in der Geschichte immer mal gedacht hast – so für dich: Was für ein Schwachsinn. Würde ich so nicht machen. Kenne ich irgendwie. Oder irgendwas in die Richtung, du also eine Wertung vorgenommen hast – es ist dein gutes Recht zu werten –, dann hast du bei der Beurteilung auf dein, du erinnerst dich, “Wissen” und dein “Bild” oder deine Glaubenssätze zurückgegriffen.

Und diese liegen allesamt in deiner Komfortzone. Natürlich und in meiner. Merkst du was? Warum macht er sowas? Warum weiß sie nicht, dass er keine Brille braucht? Wie kommen die überhaupt auf diese komische Idee? Was ist denn das für ein bescheuertes Argument? Ja.

Liegt es vielleicht an der Brille?

Und jetzt sind wir auch schon fast am Ende von dieser 39. Ich möchte dich aber nicht alleine lassen, ohne dich um was zu bitten, damit du was mitnehmen kannst, für dich, um committed zu sein. Wenn du das nächste Mal bei etwas echt Wichtigem dir solche Fragen stellst, also überhaupt Fragen stellst. Wieso ist das soundso, wie kann ich da weitermachen, wie kann ich das Problem lösen? Frag dich auch mal, ob es vielleicht eine andere Brille gibt. Du erinnerst dich, ganz am Anfang an das Ding mit dem immer gleichen Ergebnis? Das könnte daran liegen, dass du immer die gleiche Brille trägst, durch die du vielleicht nicht klar siehst. Das ist aber ein Nebeneffekt. Dass du vielleicht siehst, dass ich mich – ich mich natürlich auch – wenn ich immer diese ganzen Coaches höre… Die machen alle nie einen Fehler.

Ist auch egal. Vielleicht beschränken die sich, ich mich, genau auf diese wenigen, feststehenden Tatsachen. Und wenn im Wortkern beschränken – beschränken, eine Schranke. Das Gegenteil wäre eine Art Befreiung. Beschränkung? Glaubenssatz. Brille. Wäre nicht eine Art Befreiung cooler, irgendwie besser? Eine Art Verlassen dieser Schublade, der Komfortzone und einfach mal einen anderen Blickwinkel von einem anderen Menschen zulassen. Es geht mir erst einmal zum Zulassen. Das reicht. Geh durch die Welt – das ist meine Bitte – und lass einfach mal einen anderen Blickwinkel zu.

Siehst du? Da hast du mich nicht vielleicht glücklich gemacht, aber vielleicht machst du dich damit glücklich. Ich versuche mich damit glücklich zu machen und deswegen gibt es dieses kleine Kästchen, diese Schublade in meinem Journal, weil ich das lernen möchte, weil mich das weiterbringt, weil mir das neue Perspektiven eröffnet und damit vielleicht neue Problemlösungen, um damit noch glücklicher, noch zufriedener und den ganzen anderen Quatsch zu sein. Und das ist es, was ich sagen wollte.

Am Ende – wie immer – kannst du natürlich ins Dutzend kommen, dann sprechen wir da ausführlich drüber. Du kannst mithelfen, du kannst mitmachen. Aber – und das ist das eigentlich Wichtige – und da sind wir wieder am Ende, es bleibt DEIN Ding. Und da ist auch kein anderer für verantwortlich. Das kann dir auch keiner abnehmen, es ist DEINE Sache, es ist DEINE Idee und es ist DEIN Commitment. Damit bin ich am Ende, bis zum nächsten Mal.

Mach DEIN Ding. Das war der Markus. Ciao.

 

 

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